Geschichte

Wurde erbaut im Jahre 1904 und steht in Berlin Rosenthal...

 

Landhausgeschichte ab 1990

Damals kurz nach der Wende verirrten sich nur wenige Besucher/innen in das ehemalige Pionierhaus. Zunächst ging es darum die Voraussetzungen für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen zu schaffen. Auf dem Gelände standen nur ein Klettergerüst und eine Rutsche, die aus Sicherheitsgründen abgebaut wurden und auch die Räume waren nur dürftig mit Mobiliar und Materialien aus der Pionierhauszeit ausgestattet.

Vom damaligen Amtsleiter Herrn Dieter Schallamach erhielten wir volle Unterstützung um die Einrichtung in Schuss zu bekommen und für Kinder und Jugendliche attraktiv zu gestalten. So konnten wir die Holzwerkstatt unter Leitung von Willy Heise mit modernen Maschinen ausrüsten und das Café , das vorher aussah wie eine Schulkantine, wurde Besucher freundlich mit einem Tresen ausgestattet, sowie mit Kaffeehaus Tischen und Stühlen. 1994 konnte der Fitnessraum mit robusten Geräten im Erdgeschoss eröffnet werden und im gleichen Jahr weihten wir zum Rosenthaler Herbstfest den Beachvolleyballplatz ein, der von einer Baufirma gesponsert wurde. Gemeinsam mit dem „Mobilen Team“ des Bezirksamtes Pankow erarbeitete das damalige Team von sechs Mitarbeiter/innen eine Konzeption. Schon damals haben wir bedarfsorientiert unsere Angebote geplant, aber auch die Erfahrungen der älteren Mitarbeiter/innen die inzwischen kurz vor der Rente standen flossen mit ein.

Schon bald stieg auch das Besucheraufkommen an und wir wussten, dass unser Weg der richtige ist. Ab Mitte der neunziger Jahre besuchten uns viele Kinder und Jugendliche von deutsch stämmigen Aussiedlern aus Russland. Einige engagierte Aussiedler erhielten eine ABM Stelle und leiteten Musik-, Sport- und Kreativangebote. Zwischendurch nannte man das Landhaus wegen der vielen Aussiedler „Kremel“ . Später zogen vielen dieser Familien woanders hin, sodass das Gleichgewicht wieder hergestellt war. Auch heute noch besuchen das Landhaus ehemalige Aussiedlerkinder, die aber inzwischen ihre eigenen Kinder zu den Angeboten unseres Hauses bringen. Heute sprechen alle perfekt deutsch und haben sich sehr gut integriert, was sicher auch zum Teil der Verdienst unserer Einrichtung war, als einer ihrer ersten Anlaufpunkte in Deutschland.

Ab 1997 formierte sich das bis heute bestehende Team mit Diana Tornow, Olga Heinemann, Sabine Roos und Rainer Nöldeke. Gemeinsam haben wir attraktive Angebote für den offenen Bereich geschaffen, z.B. konnte auch ein neuer Fußballplatz eingeweiht werden, sowie neue Spielgeräte auf dem Gelände. Mit den vielen Jahren unserer Präsenz unterhalten wir einen guten, persönlichen Kontakt mit den Akteuren der anderen Institutionen im Ort, weshalb wir bestens vernetzt sind und mit der Rudolf Dörrier Grundschule einen Kooperationsvertrag geschlossen haben.

Die Kursangebote pro Woche haben sich inzwischen auf ca. 50 Stunden erhöht, u.a. durch die attraktiven Kursangebote von Tina Bach (Musikschule Bach) und den Sportangeboten von Christian Troschke. Unsere Veranstaltungen, die wir stetig jedes Jahr aufwendig vorbereiten, sind bei den Menschen in der Umgebung bekannt, beliebt und deshalb gut besucht. Besonders dem Engagement aller Mitarbeiter und ehrenamtlicher Kräfte ist es zu verdanken, dass sich das Landhaus mit den Jahren zu einem bekannten und beliebten Nachbarschaftszentrum mit dem Schwerpunkt Kinder- und Jugendarbeit entwickelt hat.

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